Am 13. Dezember 1955 erließ das Präsidium des Obersten Sowjets der Sowjetunion ein Dekret, wonach die Kommandanturaufsicht und Zwangsarbeit aufgehoben wurden. Die Rückkehr in die ursprünglichen Heimatorte im europäischen Teil der Sowjetunion blieb jedoch verboten. Auch wurden die nationalen Rechte der Deutschen nicht wiederhergestellt. Sie mussten sich verpflichten, nie wieder in ihre ehemaligen Siedlungsgebiete zurückzukehren und keine Ansprüche auf das konfiszierte Eigentum zu erheben. Als sich infolge dieses Dekretes etwa 200.000 Russland deutsche spontan für die Aussiedlung nach Deutschland entschieden, wurde ihnen auch das verweigert. In der Öffentlichkeit und in der Presse wurden die Deutschen weiterhin totgeschwiegen. Die im Dekret zugesagte Hilfe für den „wirtschaftlichen Aufbau unter Berücksichtigung ihrer nationalen Besonderheiten und Interessen“ wurden nicht ausgeführt.
Autonomiebestrebungen der Nachkriegsjahre
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