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Hinterpommern und Stettin werden polnisch

Hinterpommern und Stettin werden polnisch

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Mit der von Stalin 1945 erzwungenen „Westverschiebung“ Polens war auch das Ziel verbunden, eine homogene polnische Bevölkerung zu schaffen. Das bedeutete eine nahezu vollständige Vertreibung Millionen deutscher Staatsbürger aus ihrer seit Jahrhunderten angestammten Heimat im preußischen Osten (künftig Polens „wiedergewonnene Westgebiete“), und eine Umsiedlung der ostpolnischen Bevölkerung aus den bis 1939 zur polnischen Republik gehörenden, nunmehr sowjetisch werdenden Regionen zwischen Wilna und Lemberg.

Die Übernahme des östlichen Pommern durch den polnischen Staat setzte bereits am 30. März 1945 und damit noch vor dem Potsdamer Abkommen mit der Einrichtung des Verwaltungsbezirkes Westpommern/Pomorze Zachodnie ein. Eine Ausnahme bildete zunächst das größtenteils westlich der Oder gelegene Stettin samt Umland: Hier setzten die Sowjets zunächst deutsche kommunistische Bürgermeister ein. Erst am 5. Juli 1945, nachdem eine „antifaschistische“ Einheitsregierung in Warschau anerkannt worden war, sprachen die Sowjets Stettin Polen zu. Auf der Potsdamer Konferenz billigten dies auch die Westmächte faktisch, wenngleich im Protokoll versehentlich von einer anderen Grenzziehung die Rede war, wonach der „Stettiner Zipfel“ nicht an Polen gefallen wäre. Aber auch bereits das Schweriner Abkommen zwischen der UdSSR und Polen im September 1945 versuchte, diesen Grenzverlauf festzuzurren.