Die Bezeichnung „Russlanddeutsche“ fungiert als Oberbegriff für unterschiedliche Gruppen wie Wolga-, Schwarzmeer-, Wolhynien-, Bessarabien-, Krim-, Kaukasus- und Baltendeutsche, deren Siedlungsgebiete im 18. und 19. Jahrhundert weit auseinanderlagen und sich unterschiedlich entwickelten. Eine gemeinsame Betrachtung ergibt sich vor allem durch das im 20. Jahrhundert geteilte Schicksal von Verfolgung und Vertreibung, wenngleich zwischen den einzelnen Gruppen während der jahrzehntelangen Aussiedlung deutliche Unterschiede bestanden. Entsprechend verlief auch die Integration in der Bundesrepublik, in der heute die Mehrheit lebt, nicht einheitlich, sondern hing von der jeweiligen Sozialisation in der Sowjetunion, den Erwartungen an Deutschland und der tatsächlichen Lebensrealität nach der Ankunft ab.
Identität durch Vielfalt – Die Russlanddeutschen
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