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Nationalstaatliche Politik gegen die Siebenbürgische Autonomie

Nationalstaatliche Politik gegen die Siebenbürgische Autonomie

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Durch die Agrarreform von 1923 wurde der Gemeinbesitz der Kommunen und Kirchengemeinden enteignet. Rumänisierungsmaßnahmen, insbesondere im Schulwesen, vertieften die Enttäuschung der Siebenbürger. 1936 wurde die Stiftung Sächsische Nationsuniversität aufgelöst und ihr Vermögen zwischen der orthodoxen Kirche (Äcker, Wälder usw.) und der evangelischen Kirche (Nationsarchiv, Brukenthal-Museum) aufgeteilt. Die Kirche war dadurch kaum noch in der Lage, das ihr unterstellte deutsche Schulwesen zu finanzieren.
1940 wurde Nordsiebenbürgen infolge des Zweiten Wiener Schiedsspruchs Ungarn zugesprochen, das vom nationalistisch-autoritären Reichsverweser (ung. kormányzó) Miklós Horthy regiert wurde. Erstmals in ihrer Geschichte lebten die Siebenbürger Sachsen damit in zwei verschiedenen Staaten.