Anfang 1945 begann die erwartete Winteroffensive der Roten Armee. Für die pommersche Bevölkerung bedeutete dies akute Lebensgefahr, sodass die Flucht unausweichlich wurde. Dennoch erteilten die zuständigen Kreisleiter der NSDAP die notwendigen Treckgenehmigungen viel zu spät. Als sich schließlich doch ganze Dörfer auf den Weg machten, kamen die in großer Eile gepackten Fuhrwerke oft nicht mehr weit. Straßen und Wege waren vereist und nahezu unbefahrbar. Da zudem eine Fahrspur für Wehrmachtsfahrzeuge freigehalten werden musste, stauten sich die Fluchtfahrzeuge über viele Kilometer und wurden von den heranrückenden sowjetischen Truppen eingeholt.
Vor dem Hintergrund vorangegangener NS-Verbrechen auf dem Gebiet der Sowjetunion entluden sich nun, verstärkt durch Moskauer Propaganda, Rache und Vergeltung der Rotarmisten an der pommerschen Zivilbevölkerung. Tiefflieger griffen die Flüchtlingstrecks an, Panzer überrollten Fuhrwerke, Vergewaltigungen und andere Gewaltakte versetzten die Menschen in Panik. Hunger und eisige Temperaturen verschärften die Situation zusätzlich. Viele Kinder und alte Menschen fielen ihr zuerst zum Opfer.