Nach der Niederlage des Deutschen Kaiserreiches wurde Hinterpommern infolge des Versailler Vertrags und der Abtretung Westpreußens 1919 zu einer preußischen Randprovinz mit einer 196 Kilometer langen Grenze zur Zweiten Polnischen Republik. Die von deutscher Seite als „blutende Grenze“ bezeichnete Kappung wichtiger Verkehrswege, insbesondere zum Hafen Danzig, hatte für den Absatz landwirtschaftlicher Güter aus den ostpommerschen Kreisen erhebliche negative Auswirkungen. Die Hyperinflation im Reich und die Öffnung der Weltmärkte erforderten wirtschaftliche Umstrukturierungen, die auch zur Überschuldung vieler landwirtschaftlicher Betriebe führten. Pommern geriet in eine schwere ökonomische Krise, wodurch große Teile der Bevölkerung verarmten.
Randprovinz des Deutschen Reiches
1