Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen
Am 5. August 1950 wurde die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ in Stuttgart vorgestellt. Das Dokument gilt als ein Grundsatzmanifest der Vertriebenen und wurde vom ehemaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert zu den Gründungsdokumenten der Bundesrepublik Deutschland gezählt. Die Heimatvertriebenen erklären darin den Verzicht auf Gewalt sowie ihre Bereitschaft, am Aufbau Deutschlands mitzuarbeiten und sich für ein vereintes Europa einzusetzen. Zugleich forderten sie eine faire Verteilung der Folgelasten des Krieges, da sie nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihr gesamtes Eigentum verloren hatten.