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Einsatz für die Vertriebenen

Einsatz für die Vertriebenen

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© Bund der Vertriebenen

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Charta der deutschen Heimatvertriebenen.

Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Am 5. August 1950 wurde die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ in Stuttgart vorgestellt. Das Dokument gilt als ein Grundsatzmanifest der Vertriebenen und wurde vom ehemaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert zu den Gründungsdokumenten der Bundesrepublik Deutschland gezählt. Die Heimatvertriebenen erklären darin den Verzicht auf Gewalt sowie ihre Bereitschaft, am Aufbau Deutschlands mitzuarbeiten und sich für ein vereintes Europa einzusetzen. Zugleich forderten sie eine faire Verteilung der Folgelasten des Krieges, da sie nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihr gesamtes Eigentum verloren hatten.

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© Museum Bayerisches Vogtland

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Gebetszettel von Papst Pius XII., 29. Juni 1946.

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© Museum Bayerisches Vogtland

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Ein päpstlicher Segen für die Vertriebenen

Mit den Segensworten auf der Rückseite des Gebetszettels wandte sich Papst Pius XII. erstmals direkt an die Vertriebenen. Er ermahnte sie, „die unter so leidvollen Umständen ihre Heimat verlassen mussten“, weiterhin auf Gott zu vertrauen. Für die katholischen Vertriebenen hatte der Gebetszettel große psychologische Wirkung: Der Papst nahm an ihrer Notlage Anteil und würdigte ihr hartes Schicksal mit speziellen Segenswünschen.

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© Museum Bayerisches Vogtland

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Magazincover "Der Spiegel", 1952.

Hans Lukaschek und die Weichenstellung für Vertriebene

Auf dem Titelblatt abgebildet ist Bundesminister Hans Lukaschek. Der aus Breslau/Wrocław (Schlesien) stammende Lukaschek stand dem Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte von dessen Gründung im Jahr 1949 bis 1953 vor. Während seiner Amtszeit erarbeitete das Ministerium das Lastenausgleichsgesetz (1952) und das Bundesvertriebenengesetz (1953). Das Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte wurde 1969 unter Bundeskanzler Willy Brandt wieder aufgelöst.