Trotz des Verlusts der alten Heimat blieb das kulturelle Erbe für viele Donauschwaben lebendig. Trachten, Musik, Feste und Erinnerungen wurden gepflegt und bereicherten die Aufnahmegesellschaft. Die Landsmannschaften engagierten sich zunehmend auch für Versöhnung und Verständigung, etwa im Geist der „Charta der Heimatvertriebenen“.
Die Landsmannschaft der Donauschwaben in Bayern sammelte über Jahrzehnte Bücher, Dokumente, Trachten sowie Alltagsgegenstände und hielt Kontakte in die Herkunftsregionen. Seit 2021 knüpft das Kulturzentrum Haus der Donauschwaben in Haar bei München an diese Arbeit an. Es bewahrt die Geschichte der Donauschwaben durch die Modernisierung der Sammlung, Bildungsangebote und Begegnungsformate und versteht sie zugleich als Mahnung und Auftrag zu Toleranz, Dialog und Völkerverständigung. Das Kulturzentrum wird vom Freistaat Bayern gefördert.
Das serbische Parlament setzte 2011 ein wichtiges Zeichen der späten Anerkennung mit einem Gesetz, das die Kollektivschuld der deutschen Minderheit ausdrücklich aufhob und die rechtliche Rehabilitierung der Opfer von Enteignung, Internierung und Vertreibung ermöglichte.