Der Erste Weltkrieg stellte einen tiefen Einschnitt dar. Mit dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie im Jahr 1918 zerfiel Österreich-Ungarn, und neue Staaten entstanden. Die Siedlungsgebiete der Donauschwaben wurden nun auf mehrere Länder aufgeteilt, darunter Jugoslawien und Rumänien.
Erst in dieser Zeit setzte sich der Begriff „Donauschwaben“ als Ausdruck eines grenzüberschreitenden Gemeinschaftsgefühls durch. Viele verloren ihre bisherige politische Sicherheit und sahen sich als Minderheit in den neuen Nationalstaaten wieder. Nationale Spannungen nahmen zu, und die bisherigen Formen des Zusammenlebens gerieten unter Druck. Dennoch versuchten viele Donauschwaben zunächst, ihren Platz in den neuen staatlichen Ordnungen zu finden.