Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten Menschen unterschiedlichster Herkunft im Donaubecken zusammen. Neben Ungarn, Serben, Kroaten, Rumänen, Juden, Slowaken und Roma stellten die Donauschwaben eine bedeutende deutschsprachige Bevölkerungsgruppe dar. Sie waren österreichisch-ungarische Staatsbürger und fühlten sich zugleich ihren Traditionen und ihrer Sprache verbunden.
Viele lebten in wohlhabenden Bauerndörfern, betrieben Ackerbau, Handwerk oder Handel und waren eng in das wirtschaftliche Leben der Region eingebunden. Mehrsprachigkeit war im Alltag weit verbreitet, kulturelle Einflüsse vermischten sich. Diese Vielfalt galt lange als Stärke der Region, erwies sich jedoch im Verlauf des 20. Jahrhunderts als zunehmend fragil, als nationale Ideen und politische Spannungen an Bedeutung gewannen.