Mit der am 12. Januar 1945 beginnenden Großoffensive der Roten Armee auf das Deutsche Reich setzten vielerorts Fluchtbewegungen ein. Vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen flohen vor der Roten Armee, allein 200.000 Personen verließen Breslau am 18. Januar. Bei eisiger Kälte bewegten sich die Menschen mit Zügen, im Treck oder zu Fuß Richtung Westen. Unter chaotischen Bedingungen starben Kinder oder gingen verloren. Viele Flüchtende waren Tieffliegerangriffen ausgesetzt oder wurden von sowjetischen Truppen überrollt. Tausende kamen ums Leben. Viele flohen über das Sudetenland nach Bayern oder über Dresden Richtung Westen, oft wochen- bis monatelang. Zurückgebliebene erlebten durch die sowjetischen Truppen Verfolgung, Raub, Brandschatzung sowie Deportationen zur Zwangsarbeit. Hunderttausende Frauen wurden vergewaltigt.
Ab März 1945 setzten sich die Drangsalierungen unter polnischer Verwaltung fort. Bereits vor Potsdam erfolgten wilde Vertreibungen, vor allem entlang der Oder-Neiße-Linie.