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Flucht und Vertreibung aus Schlesien

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Flucht und Vertreibung aus Schlesien

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© Peter Palm, Berlin.

Arrc

Die Umsiedlung der Bevölkerung als Folge der Westverschiebung Polens 1944-49

Mit der am 12. Januar 1945 beginnenden Großoffensive der Roten Armee auf das Deutsche Reich setzten vielerorts Fluchtbewegungen ein. Vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen flohen vor der Roten Armee, allein 200.000 Personen verließen Breslau am 18. Januar. Bei eisiger Kälte bewegten sich die Menschen mit Zügen, im Treck oder zu Fuß Richtung Westen. Unter chaotischen Bedingungen starben Kinder oder gingen verloren. Viele Flüchtende waren Tieffliegerangriffen ausgesetzt oder wurden von sowjetischen Truppen überrollt. Tausende kamen ums Leben. Viele flohen über das Sudetenland nach Bayern oder über Dresden Richtung Westen, oft wochen- bis monatelang. Zurückgebliebene erlebten durch die sowjetischen Truppen Verfolgung, Raub, Brandschatzung sowie Deportationen zur Zwangsarbeit. Hunderttausende Frauen wurden vergewaltigt.

Ab März 1945 setzten sich die Drangsalierungen unter polnischer Verwaltung fort. Bereits vor Potsdam erfolgten wilde Vertreibungen, vor allem entlang der Oder-Neiße-Linie. 

Mit Januar 1946 begannen die organisierten Vertreibungen in die britische Zone und die SBZ. Insgesamt wurden rund 3 Millionen Schlesier vertrieben, davon 458.860 in die SBZ. Auch Geflüchtete wurden so zu Vertriebenen, da eine Rückkehr in die Heimat unmöglich war.

Im oberschlesischen Industriegebiet und im Waldenburger Revier wurden Deutsche als benötigte Facharbeiter zurückgehalten. Diese verbliebenen Menschen bilden heute die deutsche Minderheit in Schlesien.

Mögliche Fragen für Schüler zu diesem Text

  • Welche Auswirkungen hatten Flucht und Vertreibung auf Kinder und Mütter bzw. Frauen?
  • Welche Auswirkungen auf die Familie, die ja oft getrennt waren? Die Männer befanden sich noch im Krieg oder waren bereits gefallen.
  • Was bedeutet es, plötzlich die eigene Heimat verlassen zu müssen – durch Zwang und Vertreibung – im Gegensatz zu einem freiwilligen Weggang, wie z. B. durch Auswanderung? (siehe Anweisung Bad Salzbrunn)
  • Was hättest du bei nur 20 kg Gepäck mitgenommen?
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Urheber: Bundesarchiv, Bild 146-1970-008-25 / Fotograf(in): o. Ang.

https://portale.hdbg.de/fileadmin/scrollytelling/neuanfaenge/img/14_Umsiedlung-Schlesier.jpg

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Umsiedlung der Deutschen aus den Polen zugesprochenen Gebieten östlich von Oder und Neiße, ca. 1945.

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Urheber: Bundesarchiv, Bild 146-1972-092-11 / Fotograf(in): o. Ang.

http://Flüchtlinge+im+Februar+1945+(Bundesarchiv),+https://landsmannschaft-schlesien.de/flucht-und-vertreibung-1945-1947/

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Flüchtlinge im Februar 1945.

Norbert Hirsch wurde 1939 in der Nähe von Oppeln in Schlesien geboren. Anfang 1945 musste er zusammen mit seiner Mutter und der Schwester vor der Roten Armee flüchten. Die Flucht führte die Familie von Oppeln über Hirschberg nach Reichenberg in Böhmen, bevor sie schließlich in Bayern endete. Dort kamen sie zunächst auf einem Bauernhof und später in einer Villa mit anderen Flüchtlingen unter. Nachdem der Vater 1948 aus französischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrte, baute er für die Familie ein eigenes Haus. Norbert Hirsch absolvierte später ein Pädagogik-Studium und arbeitete als Volksschullehrer.

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Norbert Hirsch berichtet über den Tag der Ausweisung der Familie aus Oppeln in Schlesien Anfang 1945.
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Urheber: Haus der Bayerischen Geschichte (Schmidbauer, G.)

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Norbert Hirsch berichtet über den Arbeitseinsatz seiner Mutter zum Bau einer Panzersperre und die Flucht aus Hirschberg in Schlesien vor der anrückenden Roten Armee 1945.
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Urheber: Haus der Bayerischen Geschichte (Schmidbauer, G.)

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