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VerschÀrfung der Repressionen

VerschÀrfung der Repressionen

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Unmittelbar auf diese Jahre der Hoffnung folgte jedoch von 1928 bis 1932 die so genannte Entkulakisierung und Kollektivierung. Daraus resultierte die endgĂŒltige Vernichtung des freien Bauerntums, indem nach der Enteignung des Großgrundbesitzes (1917) jetzt auch die mittelstĂ€ndischen Bauern enteignet und in den hohen Norden Russlands, nach Sibirien und Kasachstan deportiert wurden. Da die Deutschen in der Mehrzahl mittelstĂ€ndische Bauern waren, traf sie diese Maßnahme besonders hart. Gleichzeitig begann die Verfolgung der Kirchen aller Konfessionen mit der Folge, dass die meisten Geistlichen und Lehrer aus den deutschen Siedlungen verhaftet, verschleppt oder exekutiert wurden.

Mit der Machtergreifung Hitlers in Deutschland 1933 verstĂ€rkte sich der Verdacht der Kollaboration gegen die Russlanddeutschen massiv. So wurden 1934 alle Angehörigen durch den sowjetischen Geheimdienst (GPU) fĂŒr eine Deportation im Falle eines Konfliktes mit Deutschland listenmĂ€ĂŸig erfasst. Außerdem wurde die erst in den 1920er Jahren zugestandene administrative und kulturelle Autonomie der deutschen Landkreise und Gemeinden außerhalb der Wolgadeutschen Republik aufgehoben und Deutsch als Unterrichtssprache abgeschafft (1936 bis 1938). Damit war auch das kulturelle RĂŒckgrat der Deutschen gebrochen.