In den 1930er-Jahren verstärkte sich der Nationalismus in ganz Europa. Als deutschsprachige Minderheit gerieten die Donauschwaben zunehmend unter den Einfluss des nationalsozialistischen Deutschlands. Von dort aus wurden sie als sogenannte „Volksdeutsche“ angesprochen und politisch instrumentalisiert. Nationalsozialistische Organisationen gewannen an Bedeutung und beeinflussten Teile der donauschwäbischen Gemeinschaft – viele andere blieben unpolitisch oder standen dem Einfluss kritisch gegenüber.
Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs verschärfte sich die Lage. Die deutsche Besatzung in Teilen Südosteuropas brachte den Donauschwaben zunächst Vorteile, zog sie jedoch zugleich in die Gewalt und Verbrechen des NS-Regimes hinein.