Der Inhalt wird nicht schön dargestellt? Bitte aktivieren sie JavaScript und nutzen Sie einen aktuellen Browser und alles wird toll aussehen und funktionieren. Versprochen.🤞

Der Erste Weltkrieg

§

© Josef Lada

https://databaze.joseflada.cz/search?phrase=9069

Arrc

Schwejk mit einer betrunkenen Eskorte. Illustration von Josef Lada.

Der Erste Weltkrieg

1

Mit Beginn des Krieges im Jahr 1914 erging der Mobilmachungsbefehl an alle Volksgruppen des Vielvölkerstaates. Die nationalen Spannungen zwischen Deutschen und Tschechen traten zunächst in den Hintergrund.

2
§

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Emperor_karl_of_austria-hungary_1917.png

PD

Kaiser Karl I. von Österreich in der Uniform eines Feldmarschalls, 1917.

Mit dem Tod von Kaiser Franz Joseph am 21. November 1916 ging eine lange Ära zu Ende. Sein Großneffe folgte ihm als Kaiser Karl I. von Österreich und als König Karl IV. von Ungarn nach. Die Rolle einer integrativen Leitfigur für den Vielvölkerstaat konnte er jedoch nicht in gleicher Weise ausfüllen.

3
§

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/c/cd/Hasek_jaroslav1915.jpg/250px-Hasek_jaroslav1915.jpg?_=20090608115726

PD

Hašek als Soldat in der k. u. k. Armee, 1915.

§

© Josef Lada

https://databaze.joseflada.cz/search?phrase=9069

Arrc

Schwejk mit einer betrunkenen Eskorte.

Ein großer Anteil der Bevölkerung in der Habsburgermonarchie – auch der Tschechen – war bei Kriegsausbruch durchaus für „Kaiser und Vaterland“ eingestellt. Die Schrecken an der Front sowie ausbleibende politische Reformen führten jedoch verstärkt zu Unzufriedenheit in den Ländern der Böhmischen Krone. Der tschechische Schriftsteller Jaroslav Hašek (1883-1923) verarbeitete seine Erfahrungen als Soldat der österreichisch-ungarischen Armee im antimilitaristischen Schelmenroman "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" (tschechisch "Osudy dobrého vojáka Švejka za světové války"). Der Protagonist Josef Schwejk wird gegen seinen Willen zum Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg eingezogen, in dem er sich mit Witz und Tücke herumschlägt und dabei die Missstände der Armee offenlegt. Hašek vermied romantisierende Schilderungen des Krieges, sondern gab dessen Schrecken ehrlich wieder. Dabei kritisierte er auch die Unterdrückung der Tschechen sowie weiterer nationaler Minderheiten Österreich-Ungarns durch die deutsch-österreichische Führungsschicht in Staat und Armee.